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Weiterlesen...Die Trajansmärkte sind eine Ruinenanlage an den Hängen des Quirinal – einem der sieben Hügel Roms – nordöstlich des Stadtzentrums, gegenüber dem Forum Romanum an der Via dei Fori Imperiali. Der Gebäudekomplex überblickt das Trajansforum und wurde zwischen 100 und 112 n. Chr. von Kaiser Trajan errichtet, um das gesamte Forum zu vervollständigen.
Als herausragendes Beispiel antiker Architektur verdanken die Trajansmärkte ihre Entstehung dem genialen Apollodor von Damaskus – einem der bedeutendsten Architekten seiner Zeit und zugleich Schöpfer des Trajansforums selbst.
Sie bildeten das Herzstück von Handel, Gewerbe und Verwaltung des Forums. Hier wurden auch die Getreide- und Weizenspenden an die Bevölkerung verteilt.
Das halbrunde Gebäude aus Beton und Ziegeln erstreckt sich über sechs Ebenen, die durch eine einzige steile Treppe miteinander verbunden sind. Viele dieser Ebenen beherbergen zahlreiche Tabernae – tonnengewölbte Ladenräume mit großen, zur Straße hin offenen Fronten, in denen einst Waren zum Verkauf ausgestellt wurden. Das Dach des Marktes bildet ein von Pfeilern getragenes Betongewölbe, das Licht und Luft ins Innere ließ und das Gebäude zugleich vor Wind und Wetter schützte.
Mit insgesamt 150 Geschäften und Büros gilt der Markt als das älteste Einkaufszentrum (Mall) der Welt. Die unteren Ebenen der Anlage bildeten das Zentrum des kommerziellen Lebens. Der Eingang zum Erdgeschoss liegt an der Via IV Novembre, wo eine Reihe von Läden mit Gartenbauprodukten die Besucher erwartete. Im ersten Stock handelten Öl- und Weinhändler, im Stockwerk darüber wurde mit Gewürzen gehandelt. Im dritten Stock befindet sich ein großer rechteckiger Saal, während die darüberliegenden Ebenen vor allem Büros für die Verwaltung und Leitung des Trajansforums beherbergten.
Im unteren Bereich der Märkte liegen zwei große Säle, die für Konzerte, Vorträge und Reden genutzt wurden. Auch entlang der Straßen des gesamten Komplexes reihten sich Geschäfte aneinander – ein Beleg dafür, wie lebhaft und pulsierend das Treiben auf diesem Markt einst gewesen sein muss.
Im Mittelalter kamen weitere Stockwerke hinzu. Im Jahr 1200 wurde die Torre delle Milizie, der Turm der Milizen, errichtet, um dem Markt eine zusätzliche Verteidigungsfunktion zu verleihen.


Zu den Höhepunkten der Trajansmärkte zählen wohl die Überreste der einstigen Bibliothek sowie die Marmorböden. Am 18. Oktober 2007 wurde innerhalb der Trajansmärkte das Museo dei Fori Imperiali eingerichtet. Hier sind Skulpturen, architektonische Fragmente und Rekonstruktionen der Kaiserforen ausgestellt.
Die Trajansmärkte gelten als eines der schönsten Zeugnisse der beiden Grundprinzipien römischer Architektur: Funktionalität und Monumentalität. Bis heute lassen sich mehrere Ebenen des Komplexes besichtigen, und dank umfassender und regelmäßiger Restaurierungen zählen die Trajansmärkte zu den am besten erhaltenen antiken Anlagen Roms.
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